Kurz erklärt
Vom Kaffeebaum zum Rohkaffee
Kaffee wird weltweit im sogenannten Kaffeegürtel bis zu 25° nördlich und südlich des Äquators angebaut. Entscheidend für hohe Qualität und hervorragenden Geschmack sind beim Kaffeeanbau natürliche Voraussetzungen wie die Anbauhöhe, Temperatur, Sonnenschein, Niederschlag und Bodenqualität. Sie entscheidet auch darüber, ob Arabica-Kaffees oder Robusta-Kaffees wachsen können. Je kühler die Temperatur, d.h. je höher über dem Meeresspiegel, desto besser sind die Anbaubedingungen für Arabica-Kaffees. Je nach Geographie sind die Bedingungen meist zwischen 1000 (in Brasilien) und 2500 m.ü.M (Ostafrika) optimal. Anderherum wachsen Robusta-Kaffees (daher der Name!) bereits bei 500-800 m.ü.M. und Temperaturen um 30 °C, wie zum Beispiel im Vietnam oder in vielen Regionen Westafrikas. Gehen wir noch tiefer in die Materie, entscheidet ein regionales Klima und eine regionales Ökosystem, welche Arabica- oder Robusta-Varietäten (z.B. Bourbon, Caturra, Typica etc.) angebaut werden können. Diese unterscheiden sich geschmacklich teils erheblich voneinander.
Die Ernte
Die Sorgfalt bei der Ernte hat neben den Anbaubedingungen den größten Einfluss auf den potenziellen Kaffeegeschmack. Aus wirtschaftlichen Gründen haben sich drei Erntemethoden in der Kaffeewelt durchgesetzt:
Unsexy, aber Wichtig
Sortierung
Wenn die Rohkaffeebohnen von ihrer dicken Parchment (dickes Kaffeehäutchen) befreit wurden, was zentral (z.B. in Guatemala City) in größeren Aufbereitungsanlagen geschieht, werden sie von schädlingsbefallenen und kaputten Bohnen getrennt und letztlich nach Größe und Dichte sortiert. Dies serviert dem Röster ein homogenes Bohnenbild, was ein kontrolliertes und stabiles Röstergebnis ermöglicht. Die Sortierung ist für Spezialitätenkaffees ein weniger romantischer, aber ganz entscheidender Schritt.
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