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Finca Buenos Aires

Heimat der Kooperative ADIBA

Vor 25 Jahren entstand die Idee der Kaffeemarke Mocino genau hier. Eine kleine Gruppe Kaffeebauern träumt von ökonomischer Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und von einer echten Perspektive in den abgelegenen Bergen der Region San Marcos, an der Grenze zu Mexiko.

Unser Verein ProGua e.V. gründete sich im Jahr 2000, um Ihnen durch den Erwerb ihrer Rohkaffeeerzeugnisse einen Zugang zum internationalen Kaffeehandel und entsprechenden Einnahmeoptionen zu eröffnen. Im Laufe der Zeit konnten wir mit ihnen durch eine verlässliche Partnerschaft und bedarfsorientierten, überdurchschnittlich fairen Rohkaffeepreisen mehrere Erfolge feiern.


  • Erwerb des bewirtschafteten Grundstücks
  • Umstellung auf organischen Anbau und Bio-Zertifizierung der Kooperative ADIBA
  • Errichtung zweier Schulgebäude auf dem Gelände der Finca Buenos Aires
  • Bekämpfung von Pflanzenschädlingen
  • Stärkung der Organisationsbildung
  • Aufbau einer verlässlichen Stormversorgung

Aktuelle Projekte

Neues Schulgebäude

Errichtung eines zweiten Schulgebäudes für ganzjährigen Schulunterricht.

Trinkwasserprojekt

Aufbau einer stabilen und sauberen Trinkwasserversorgung.

Unsere gemeinsame Geschichte

1996

Wie alles begann.

Eine Gruppe von Campesinos kämpfte um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen auf der Kaffeefinca eines Großgrundbesitzers in Guatemala, in der Provinz San Marcos. Es ging ihnen um den Erhalt des gesetzlichen Mindestlohnes (von damals ca. USD 2,– pro Tag), um Material zur Abdichtung ihrer bescheidenen Hütten als Schutz vor den Wassermassen in der Regenzeit und um die Wiederherstellung der Stromversorgung. Diese Grundrechte wurden ihnen verweigert. Sie besetzten die Finca, auf welcher viele der Familien der Campesinos unter ärmlichen Bedingungen teilweise schon seit Generationen lebten.

Die Familien wurden vom Großgrundbesitzer mit Hilfe des Militärs gezwungen, die Finca zu verlassen. Dies geschah in den beiden letzten Jahren des 30 Jahre währenden Bürgerkrieges in Guatemala, in den Jahren 1995 und 1996.

Mit der bescheidenen Abfindung, welche die Familien erhalten hatten, erwarben sie nach dem Ende des Bürgerkrieges vom staatlichen
guatemaltekischen Landfonds schließlich im Jahre 1998 eine brachliegende Kaffeefinca.

2003

ADIBA X Mocino

Die Campesinos wussten zwar, wie man einen hochwertigen, exzellenten Rohkaffee produziert, doch einen fairen Preis für ihre besonderen Produkte erhielten sie nicht.

Im Dezember 1998 versprachen wir (der Verein ProGua e.V.) nach Wegen zu suchen, um ihre prekäre Situation zumindest teilweise zu verbessern.

Nach vielen Vorarbeiten (wir mussten uns mit den Besonderheiten des deutschen Kaffeemarktes vertraut machen, es musste ein Konzept für die Vermarktung erarbeitet werden, wir brauchten eine schöne Verpackung, wir realisierten direkt einen Internetauftritt, wir mussten Finanzmittel für den ersten Import und die entstehenden Kosten einwerben) war es im Juni 2001 endlich so weit.

MOCINO wurde im Rahmen eines Benefizkonzertes für Guatemala im Markt eingeführt.

Wir konnten unseren Partnern am Vulkan Tajumulco die Hoffnung geben, gemeinsam an einer besseren Zukunft für die Familien in Guatemala zu bauen.

Hoffnung und Menschlichkeit

Nun gibt es Mocino bereits seit mehr als 25 Jahren. Und was ist in dieser Zeit geschehen?

Konnten wir einen Teil der in uns gesetzten Erwartungen erfüllen?

Wir meinen ja.

Seit jeher

Projektarbeit und Partnerschaft

In Notfällen standen wir unseren Partnern zur Seite. So unterstützten wir sie nach dem verheerenden Hurrikan Stan 2005 und auch im Jahr 2010 nach starken Regenfälle und Stürmen, welche einen großen Teil der Ernte vernichteten. Mit unserer Notfallhilfe kauften unsere Partner in Guatemala Baumaterial zur Reparatur ihrer Unterkünfte, sie kauften neue Kaffeesetzlinge, sowie Medikamente und Nahrungsmittel.

Darüber hinaus unterstützten wir sie durch die Vermittlung von handwerklicher, kaufmännischer und agrarwirtschaftlicher Beratung.

Wichtigstes Projekt war jedoch über all die Jahre unserer Zusammenarbeit, die 84 Familien von ADIBA am Fuße des Vulkans Tajumulco in ihrem Kampf für das Eigentum an dem von ihnen bewirtschafteten Land zu unterstützen. Am Samstag, 15. Februar 2020 war es während unseres Besuchs schließlich soweit. In unserer Besprechung mit den Familien von ADIBA schilderten uns die Familien, dass die Übertragung des Eigentums an dem Land bevorstünde. Es fehlten lediglich noch zirka Euro 18.750. Spontan sagte die Delegation von ProGua zu, das fehlende Kapital durch einen verlorenen Zuschuss von Euro 10.000 und ein unverzinsliches Darlehen von Euro 8.750 zur Verfügung zu stellen. Die Konstruktion eines Kredites erscheint uns wichtig, um den Menschen ihre Würde und die
Bindung zu dem Land, dass sie dann durch ihre eigene Arbeit, Mühen und Erfolge erwerben werden, zu geben.

Zwischenzeitlich konnte aus einem kleinen Verschlag, der als Schule diente, auch ein stabiles Schulgebäude errichtet werden. In diesem Gebäude werden nun neben den Kindern unserer Partner auch die Kinder der Arbeiter von umliegenden Kaffeeplantagen unterrichtet. Im Jahr 2022 folgte der Bau eines weiteren Schulgebäudes, das wir mit 9800 USD finanziell subventionierten. So können die Kinder auch während der Hochsaison, in der das alte Schulgebäude bisher als Unterstand für die Ernte diente, weiter zur Schule gehen.